Hier möchte ich kurz meine Geschichte erzählen, wie ich es nach einigen Jahren nun endlich geschafft habe, erfolgreich mit dem Rauchen aufzuhören.
Vorab möchte ich jeder Leserin und jedem Leser der mit dem Gedanken spielt, das Rauchen anzufangen, raten es am besten nie zu tun. Es gibt viele Menschen die danach ihr Leben lang damit kämpfen aufzuhören. Die meisten verlieren diesen Kampf.
Nun zurück zu meiner Geschichte, als Jugendlicher, dem Gruppenzwang ausgesetzt, haben ich mich eines Tage doch breit schlagen lassen und einen Zug von einer Zigarette genommen. Erst war es nur ein Zug, am nächsten Tag schon eine Zigarette und somit war ich im Club.
Gedankenlos rauchte ich jahrelang und rücksichtlos, ohne auf die Bitten aus meinem Umfeld zu hören, endlich damit aufzuhören. “Rauchen ist cool und in”, dachte ich, wir alle dachten es.
Wir erfanden unsere Rituale. Da war die Zigarette zum Kaffee, Frühstück viel sowieso aus. Oder die Zigarettenpause zwischendurch, die obligatorische Zigarette danach, mit danach mein ich nicht nur nach dem Essen.
Die Zigarette wurde so zu einem wichtigen Bestandteil des Lebens und war aus vielen Situationen nicht mehr wegzudenken.
Leider war ich kein Gelegenheitsraucher sondern ein richtiger Kettenraucher, ein bis zwei Schachteln am Tag waren da keine Seltenheit.
Doch nach einigen Jahren ging mir immer öfter der Gedanke durch den Kopf, doch irgendwann damit aufzuhören.
Am einfachsten war es, wenn es mich so richtig erwischt hatte, mit einer Erkältung. Der Hals kratzte wie Feuer, der Husten war trocken und nur schwer zu bändigen. Die Zigarette schmeckte sowie so nicht und jeder Zug verursachte einen weiteren unangenehmen Hustenanfall. Dieser elende Zustand bekräftigte mein Vorhaben: “Jetzt höre ich endlich damit auf”, allerdings hielt dieser nur für ein paar Tage bis zur Besserung und die Zigarette schmeckte wieder wie eh und jeh.
Doch da waren ja noch die “guten Vorsatztage”, zu Neujahr höre ich mit dem Rauchen auf, zum Geburtstag rauche ich meine letzte Zigarette usw… Leider blieb es immer nur beim guten Vorsatz und schon nach wenigen Tagen rauchte ich und rauchte und rauchte.
Da lass ich von einer, es ist ja nur für “30 Tage Methode”. Diese Methode bezog sich zwar nicht direkt auf das Rauchen sondern auf andere Lebensbereiche, aber ich wollte es versuchen.
Zuerst mit dem Vorsatz “nur für eine Woche”, nach einigen erfolglosen Anläufen habe ich es tatsächlich geschafft. Zwei Jahre rauchfrei und ich fühlte mich großartig.
Doch eines Abends geschah es wieder, in der gemütlichen Runde, Freunde, ein wenig Alkohol und der Gedanke, “jetzt rauchst du mal wieder eine”, ist ja nur eine und Morgen ist es wieder vergessen.
Es ist bestimmt nicht schwer zu erraten, was nun kommt. Am nächsten Tag kaufte ich mir eine Schachtel…..
Nun war ich zwar wieder Raucher, aber ich hatte immer noch den Gedanken wieder aufzuhören im Kopf. Und ich schwor mir, sollte ich es wieder schaffen, werde ich nie wieder eine Zigarette anlangen.
Einige Jahre später und mit einer Menge an negativen Assoziationen, (die Zigarette schmeckt sowie nicht mehr, macht krank, der üble Geschmack im Mund, die stinkende Kleidung, die Zähne werden immer gelber, usw…) aber die brauchte ich so dringend, um endlich davon weg zu kommen, habe ich es dann doch noch geschafft.
Inzwischen rauche ich ca. 15 Jahre nicht mehr und weiß für mich: Ich werde nie wieder eine Zigarette anrühren!