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Wie der Teufel Jesus in Versuchung führen wollte
September 17th, 2009 by Katerina

Ich lese jeden Morgen das Kalenderblatt: Die Gute Saat. Ich finde, es ist ein Guter Start in den Tag, wenn man nicht nur dem Körper gesunde Kost in Form eines Guten Frühstücks zuführt, sondern sich auch geistlich stärkt. Schließlich lebt der Mensch ja nicht von Brot allein, sondern von jedem Wort, das von Gott kommt. Und wir bestehen ja nunmal aus Körper, Seele und Geist. Im folgenden ist zu lesen, wie der Teufel versuchte, Jesus zu verführen. Es zeigt sich, wie wichtig es ist, die ganze Bibel zu kennen und nicht nur einzelne Verse.

Wie der Teufel Jesus in Versuchung führen wollte

Jesus, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt und wurde von dem Teufel versucht. Und er aß in jenen Tagen nichts; und als sie vollendet waren, hungerte ihn. Der Teufel aber sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er zu Brot werde. Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: “Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes.”
Lukas 4,1-4

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Vom Teufel versucht (1)
Als Adam, der erste Mensch, im Garten Eden von Satan versucht wurde, war er in den denkbar günstigsten Umständen, und doch gab er der Versuchung nach. – Als der Herr Jesus Christus zu Beginn seines öffentlichen Dienstes vom Teufel versucht wird, befindet Er sich in äußerst ungünstigen Umständen in der Wüste. Er hat vierzig Tage lang nichts gegessen, und als wahrer Mensch empfindet Er Hunger.
Der Teufel knüpft an dieses natürliche Bedürfnis Jesu an und rät Ihm, aus Steinen Brot zu machen. – Klingt das nicht recht unschuldig? Und steht das etwa nicht in der Macht des Herrn? – Doch ein aufmerksames Ohr hört die Stimme des Verführers heraus: “Wenn du Gottes Sohn bist …” Satan stellt stets das in Frage, was Gott ist und was Er gesagt hat.
Die Antwort Jesu enthält mehrere Punkte, die auch für den Christen von Bedeutung sind:
- In der Versuchung können wir standhalten, wenn wir uns auf Gottes Wort stützen: “Es steht geschrieben …”, hatte der Herr erwidert.
- Wichtiger als das natürliche Leben ist das geistliche Leben “von jedem Wort Gottes”, das Leben mit Gott und nach seinem Willen.
- Wie Christus sollten auch wir nicht zulassen, dass die Versuchung Satans diese Gemeinschaft mit Gott und die Abhängigkeit von Ihm trübt.
Und der Teufel führte Jesus auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem irgend ich will, gebe ich sie. Wenn du nun vor mir anbetest, soll sie ganz dein sein. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: “Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.”
Lukas 4,5-8

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Vom Teufel versucht (2)
In der ersten Versuchung hat Satan vergeblich versucht, in den natürlichen Bedürfnissen Jesu einen Anknüpfungspunkt zu finden, um Ihn zur Sünde zu verleiten.
In der zweiten Versuchung bietet Satan dem Herrn die Weltherrschaft an. Diese ist Christus schon im Alten Testament verheißen (Daniel 7,13.14). Der Teufel behauptet nun aber lügnerisch, dass ihm diese Herrschaft verliehen wäre; und er maßt sich das Recht an, sie weiterzugeben. Doch seine Herrschaft ist eine unrechtmäßige. Satan hat nur durch die Sünde Macht über die Menschen erlangt. Und er übersieht völlig, dass Gott über allem steht und regiert.
Die Bedingung des Teufels ist, dass Jesus ihn anbeten solle. Schon immer hat Satan Gott die Verehrung und Anbetung geneidet.
In seiner Antwort stützt der Herr sich erneut auf das Wort Gottes: “Es steht geschrieben …” Jesus lässt es nicht zu, dass irgendeine Person oder irgendeine Sache sich zwischen Ihn und Gott stellt. – Wenn es um die Weltherrschaft geht, wartet der Herr, bis Gott selbst sie Ihm übergeben wird (Psalm 110,1.2).
Auch hier hat Christus als Vorbild für die Gläubigen die Versuchung erduldet, damit wir von Ihm lernen, in dieser Welt nur das anzustreben und nur das anzunehmen, was wir mit Dank aus der Hand Gottes annehmen können.
Der Teufel führte Jesus aber nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich von hier hinab; denn es steht geschrieben: “Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren”; und: “Sie werden dich auf Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest.” Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.” Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm.
Lukas 4,9-13

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Vom Teufel versucht (3)
Diese neue Versuchung trägt einen religiösen Charakter. Satan kennt Gottes Wort und zitiert aus dem Alten Testament. Die angeführten Verse sind Wahrheit; sie treffen zu auf Christus, den Sohn Gottes. Erneut aber findet Satan in Jesus nicht den Anknüpfungspunkt, durch den er Ihn zur Sünde verleiten könnte. Nichts kann Christus dazu bewegen, die Abhängigkeit von Gott aufzugeben. Es wäre purer Unglaube, Gott zu testen, ob Er zu seinem Wort steht und seinen Sohn bewahrt. – Der Mensch soll Gott nicht auf die Probe stellen, sondern seinen Zusagen vertrauen, so wie Christus es getan hat.
Der Herr ist in diese Versuchungen geführt worden, damit seine Reinheit und Heiligkeit zu Beginn seines Dienstes deutlich ans Licht treten konnte. Aber es bedeutete tiefes inneres Leiden für Ihn, mit diesen bösen Vorschlägen Satans konfrontiert zu werden.
Christus hat das auf sich genommen, aus Liebe zu Gott und aus Liebe zu den Gläubigen,
-um uns ein Beispiel zu geben, wie man in der Versuchung bestehen kann,
-und um uns verstehen und uns helfen zu können, “denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden” (Hebräer 2,18).

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